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Samaniden Mausoleum


Etwas auЯerhalb der Altstadt liegt das Mausoleum der Samanidendynastie. Es stammt aus den ersten Jahren des zehnten Jahrhunderts und ist wegen der Klarheit seiner Formen und seiner einzigartigen Dekoration ein Mei­sterwerk der frьhen islamischen Architektur. Es liegt mitten in einem grьnen Vergnьgungspark, in dem auch der Helden des Zweiten Weltkriegs gedacht wird, und in dem selbst an den heiЯesten Tagen ein kьhler Hauch zu spьren ist. Das Gebдude wurde von Erdschichten freigelegt, die sich im Laufe der Jahrhunderte ьber ihm gebildet hatten, und ist jetzt von allen vier Seiten zu betrachen. Sieht man es zusдtzlich zu unterschiedlichen Tageszeiten, so geben verschieden Per­spektiven - verschiedener Lichteinfall - unterschiedliche Stimmungen wieder. Das Mausoleum entstand in der Regierungszeit von Ismali Samara (892-907), der in seiner Hauptstadt eine Begrдbnisstдtte fьr seine Familie errichten wollte. Ursprьnglich sollte hier nur sein Vater Achmad beigesetzt werden, tatsдchlich wurden dann er selbst, sein Vater und einige seiner Sцhne hier begraben.


Weder in Mittelasien noch in anderen Lдndern des islamischen Orients findet sich unter den Baudenkmдlern dieser Zeit etwas Дhnliches oder auch nur entfernt Ahnliches. Deswegen liegt die Vermutung nahe, daЯ die kьnstlerischen Verfahren, auf denen das Mausoleum beruht, in die vorarabische Zeit zurьckreichen, die uns keine solche monumentalen Werke hinterlieЯ, da sie weniger dauerhafte Werk­stoffe wie Holz und ungebrannte Lehmziegeln verwendete.


Auf den ersten Blick ist die Komposition denkbar einfach: eine Halbkugel auf einem Wьrfel, als Baustoff diente Backstein. Alle vier Fassaden sind identisch gestaltet. Die Dreiviertelsдulen an den Ecken, die Spitzbogennischen in jedem g, der horizontale Streifen in der Sockelmauerung, eine leichte Bogenga-und kleine Kuppel - in allem steckt architektonische Exaktheit und Zusam-menhang. Auch innerhalb des Gebдudes dominieren Kreis und Quadrat: Der Kubus geht mit Hilfe von acht Bogen einfach, natьrlich und logisch in die Kuppel ьber. Das Mauerwerk verleiht dem Ge-l bдude Transparenz und Unbeschwert-! heit. Die Steine liegen flach, ьbereck, senkrecht, diagonal, im Fischgrдtenmu­ster und hervorstechend. Es scheint, als seien alle dekorativen Mцglichkeiten) des Backsteins ausgenutzt.

 

Samaniden Mausoleum ,Bukhara,Tourismus in Usbekistan